Nächste Deadline für Einreichungen ist der 10. januar. Weitere Informationen zu Berechtigungen und Verfahren hier.

 

Preisträger 2021

 

 

 

 


Preisträger 2020

                  
 

 

 

Berechtigungen und Verfahren

Award
- Auszeichnung von bis zu 3 hochrangigen Gentherapiepublikationen von DG-GT Mitgliedern pro Quartal. 
- Erstautor*innen erhalten ein Zertifikat und ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 500 €, sowie eine einjährige Mitgliedschaft in der DG-GT, sollten sie nicht bereits Mitglieder sein. Berechtigung

Berechtigung
- Erst-, Letzt- oder korrespondierende(r) Autor*in der Publikation muss zum Vorschlagszeitpunkt (Quartalsende) seit mindestens 6 Monaten DG-GT Mitglied sein (bei Co-Autorenschaften ist es ausreichend, wenn ein(e) Erst-, Letzt- bzw. korrespondierende(r) Autor*in DG-GT Mitglied ist).
- Eingereichte Publikationen müssen wichtige Themen der Gentherapie behandeln.
- Eingereichte Publikationen müssen in dem entsprechenden Quartal erschienen sein (entscheidend ist der Termin der Online-Veröffentlichung).
- Publikationen, die bereits einen Preis erhalten haben, dürfen nicht eingereicht werden.

Verpflichtungen der Preisträger
- Der Preis wird auf der Webseite der Preisträger verkündet.
- Preisträger*innen stellen ein Foto und einen kurzen Text für die DG-GT Webseite zur Verfügung.

Vorschlags- und Auswahlverfahren
- Deadline für Vorschläge von Publikationen ist jeweils der 10. des Monats nach Quartalsende (10.4., 10.7., 10.10., 10.01., jeweils 24 Uhr).
- Vorschläge sind von Erst-, Letzt- bzw. korrespondierender/m Autor*in (DG-GT-Mitglied) oder von anderen DG-GT Mitgliedern per E-Mail formlos an den Präsidenten der DG-GT zu richten. Es ist in jedem Fall eine kurze Begründung zur Relevanz der Publikation beizufügen, die im Falle eines Awards für die DG-GT Webseite verwendet wird (auf Deutsch, max. 1000 Zeichen).
- Die Auswahl der besten „Papers-of-the-Quarter“ erfolgt durch den Vorstand und den Beirat der DG-GT. Vorstands- und Beiratsmitglieder mit Interessenskonflikten sind von dem Auswahlverfahren ausgeschlossen.

Winner Q4, 2020

1) CAR-T Cells and TRUCKs that Recognize an EBNA-3C-Derived Epitope Presented on HLA-B*35 Control Epstein-Barr Virus-Associated Lymphoproliferation

[Journal of Immunotherapy of Cancer, October 2020; doi: 10.1136/jitc-2020-000736]

Anna Christina Dragon, Katharina Zimmermann, Thomas Nerreter, Deborah Sandfort, Julia Lahrberg, Stephan Klöß, Christina Kloth, Caroline Mangare, Agnes Bonifacius, Sabine Tischer-Zimmermann, Barbara Uchanska-Ziegler, Rainer Blasczyk, Britta Maecker-Kolhoff, Hinrich Abken, Axel Schambach, Michael Hudecek, Britta Eiz-Vesper

Relevanz der Publikation

Eine häufige Komplikation der Immunsuppression nach Transplantationen ist das unkontrollierte Wachstum Epstein-Barr-Virus (EBV)-infizierter B-Zellen, das in einer malignen Erkrankung, der Posttransplantations-Lymphoproliferativen Erkrankung (PTLD), resultieren kann. In diesem Projekt wurden neue, peptidspezifische chimäre Antigenrezeptor (CAR)-modifizierte T-Zellen entwickelt (TÜ165 CAR-Ts), die ein EBV-abgeleitetes Peptid im Kontext von HLA-B*35 erkennen. Die genetisch modifizierten Zellen erkannten und eliminierten effektiv und spezifisch EBV-infizierte Targetzellen. Darauf basierende T cells redirected for universal cytokine-mediated killing (TÜ165 TRUCKs), die nach Tumorzellkontakt zusätzlich Interleukin (IL)-12 ausschütten, zeigten eine noch höhere Funktionalität und waren zudem in der Lage, weitere Immunzellen in die Nähe der PTLD-Zellen zu rekrutieren. Damit konnte gezeigt werden, dass TÜ165-TRUCKs EBV-infizierte PTLD-Zellen angreifen, die on-target-off-tumor Toxizität verhindern, gesunde Immunzellen rekrutieren und damit einen vielversprechende Option in der personalisierten Immuntherapie bilden.

 

Personen auf dem Bild: Vorne, Mitte: Anna Dragon, dahinter von links nach rechts: Katharina Zimmermann, Britta Eiz-Vesper, Britta Maecker-Kolhoff, Rainer Blasczyk und Axel Schambach (vor).

 

 

2) Modeling MyD88 Deficiency In Vitro Provides New Insights in Its Function

frontiers in Immunology

  

Nils Craig-Mueller, Ruba Hammad, Roland Elling, Jamal Alzubi, Barbara Timm, Julia Kolter, Nele Knelangen, Christien Bednarski, Birgitta Gläser, Sandra Ammann, Zoltan Ivics, Judith Fischer, Carsten Speckmann, Klaus Schwarz, Nico Lachmann, Stephan Ehl, Thomas Moritz, Philipp Henneke and Toni Cathomen

Mutationen im MYD88-Gen führen zu einem lebensbedrohlichen Immundefekt, an dem bis zu 50% der Kinder in den ersten Lebensjahren versterben. Das Gen kodiert für ein essentielles Adapterprotein, das in Signalübertragungsketten des angeborenen Immunsystems eine zentrale Rolle einnimmt. Um die zugrundeliegende molekulare Pathophysiologie der MYD88-Defizienz in Monozyten/Makrophagen besser zu verstehen, haben wir ein auf induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) basierendes Krankheitsmodell etabliert und mit dem Sleeping-Beauty-Transposon-System kombiniert. Durch Transfer verschiedener MYD88-Isoformen in MYD88-defiziente Zellen, konnten wir den verschiedenen Isoformen unterschiedliche Funktionen in den iPSC-abgeleiteten Makrophagen zuordnen. Des Weiteren bestätigte die Studie, dass iPSCs eine unbegrenzte Quelle von autologen Zellen darstellen, die in myeloide Zellen differenziert und so zukünftig zur Stabilisierung von Patienten mit pyogenen Infektionen verwendet werden könnten.

Winner Q3, 2020

PSMA-Directed CAR T Cells Combined with Low-Dose Docetaxel Treatment Induce Tumor Regression in a Prostate Cancer Xenograft Mode.

Molecular Therapy Oncolytics.

Jamal Alzubi, Viviane Dettmer-Monaco,  Johannes Kuehle, Niko Thorausch, Maximilian Seidl, Sanaz Taromi, Wolfgang Schamel, Robert Zeiser, Hinrich Abken, Toni Cathomen, and Philipp Wolf

Die zelluläre Immuntherapie auf Basis von T-Zellen mit chimärem Antigenrezeptor (CAR) zeigte großen klinischen Erfolg in der Behandlung von Patienten mit hämatologischen Malignitäten. Bei soliden Tumoren ist die klinische Wirksamkeit jedoch gering, einschließlich bei Prostata-Karzinom, dem zweithäufigsten diagnostizierten Krebs bei Männern. In vorliegender Arbeit hatten wir CAR-T-Zellen generiert, die das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) erkennen. Bei fokaler Anwendung zeigten die erzeugten CAR-T-Zellen in unserem humanen Prostata-Xenotransplantat-Mausmodell eine vollständige Tumorelimination. Darüber zeigten wir erstmals auf, dass die Kombination von nicht-ablativer Chemotherapie mit systemischer Anwendung der CAR-T-Zellen zu einer signifikanten Hemmung des Tumorwachstums führte. Basierend auf diesen vielversprechenden Ergebnissen wird eine klinische Translation dieser CAR-T-Zell-Therapie angestrebt.

 

Bild: Jamal Alzubi

Preisträger Q1, 2021

1) CXCR5 CAR-T cells simultaneously target B cell non-Hodgkin’s lymphoma and tumor-supportive follicular T helper cells

[Nature Communications“ 12 (1) 240: 1-19 (2021)]

Personen auf dem Bild: Vorne: Janina Pfeilschifter und Mario Bunse. Links hinten, Helen Stark.
Mitte hinten: Uta E. Höpken und Armin Rehm. Rechts hinten: Jara J. Joedicke.

Mario Bunse, Janina Pfeilschifter, Julia Bluhm, Maria Zschummel, Jara J. Joedicke, Anthea Wirges, Helen Stark, Vivien Kretschmer, Markus Chmielewski, Wolfgang Uckert, Hinrich Abken, Jörg Westermann, Armin Rehm & Uta E. Höpken 

CD19 CAR-T-Zellen revolutionieren die Behandlung von B-Zell-Neoplasien. Um die CAR-T-Zelltherapie auszuweiten und dem Problem von CD19-negativen Rückfällen zu begegnen, werden neue Angriffsziele benötigt. Die hier ausgezeichnete Studie zeigt, dass der Chemokinrezeptor CXCR5 eine vielversprechende Alternative zu CD19 für die Behandlung von reifen B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen (B-NHLs) und der chronisch-lymphatischen Leukämie (CLL) ist. Die Wissenschaftler*innen finden CXCR5 auf reife B-Zellen und reifen B-Zell-Neoplasien exprimiert. Der Rezeptor führt diese Zellen zu ihrer Nische in den sekundären lymphatischen Organen, wo sie Wachstumssignale von follikulären T-Helferzellen (Tfh-Zellen) empfangen, die ebenfalls CXCR5 exprimieren. Anhand von umfassenden Untersuchungen an primären humanen Zellproben und aufwendigen in vivo-Modellen liefert die Studie überzeugende Belege dafür, dass CXCR5 CAR-T-Zellen sowohl die Tumorzellen als auch die sie unterstützenden Tfh-Zellen finden und eliminieren können. Durch die CXCR5 CAR-T-Zelltherapie wird also nicht nur der Tumor selbst angegriffen, sondern auch sein Unterstützernetzwerk.

 

2) Novel AAV capsids for intravitreal gene therapy of photoreceptor disorders

[https://www.embopress.org/doi/full/10.15252/emmm.202013392]

Marina Pavlou, Christian Scho¨n, Laurence M Occelli, Axel Rossi, Nadja Meumann, Ryan F Boyd, Joshua T Bartoe, Jakob Siedlecki, Maximilian J Gerhardt, Sabrina Babutzka, Jacqueline Bogedein, Johanna E Wagner, Siegfried G Priglinger, Martin Biel, Simon M Petersen-Jones, Hildegard Büning & Stylianos Michalakis

Mehr als 5 Millionen Menschen weltweit leiden an Form der erblichen Erblindung für die es bis auf eine Ausnahme keine Therapie gibt. Diese Ausnahme ist Voretigene Neparvovec, die erste Gentherapie zur Behandlung einer Unterform der erblichen Erblindung. Diese Gentherapie basiert auf Adeno-assoziierten Virus (AAV) Vektoren, die zur Expression therapeutischer Gene in der Netzhaut verwendet werden. Trotz vieler Vorteile können bisher vorhandene AAV Vektoren Fotorezeptoren nur nach invasiver Injektion unter die Netzhaut erreichen, was zwar effektiv ist, aber das Risiko von Gewebeschäden birgt und nur einen Teil der betroffenen Netzhaut behandelt. Wir konnten nun neue AAV Vektoren entwickeln, die effizient Fotorezeptoren verschiedener Spezies nach einfacher intravitrealer Applikation erreichen. Diese Applikationsart ist risikoarm und findet tagtäglich tausendfach Anwendung zur anti-VEGF Therapie der altersabhängigen Makuladegeneration. Unsere neuartigen AAV Vektoren transduzieren mit großer Effizienz auch menschliche Fotorezeptoren in der Gewebekultur, was wichtig ist für die zukünftige Anwendung am Menschen.

 

Preisträger Q2, 2021

1) CARAMBA: a first-in-human clinical trial with SLAMF7 CAR-T cells prepared by virus-free Sleeping Beauty gene transfer to treat multiple myeloma

[Gene Therapy (2021)]

Personen auf dem Bild: Julia Beckmann, Michael Hudecek, Hermann Einsele, Sophia Danhof, Sabrina Prommersberger

Sabrina Prommersberger, Michael Reiser, Julia Beckmann, Sophia Danhof, Patricia Quade-Lyssy, Hermann Einsele, Michael Hudecek, Halvard Bonig, Maximilian Amberger, Zoltán Ivics

Um Fortschritte bei der klinischen Anwendung von CAR-T-Zellen zu erzielen, ist eine sta¨ndige Optimierung ihres Herstellungsprozesses notwendig. In der CARAMBA-Studie werden erstmalig Myelompatienten mit SLAMF7-spezifischen CAR-T-Zellen behandelt, welche mithilfe der Sleeping-Beauty-Transposontechnologie hergestellt wurden.

Fu¨r den stabilen Gentransfer verwenden wir eine optimierte hyperaktive, RNA-kodierte SB100X-Transposase in Kombination mit einem Transposon-DNA-Minicircle. Mit diesem Ansatz werden hohe Transfektionsraten bei hoher Viabilita¨t der T-Zellen erzielt. Die Technik hat das Potenzial, die Vektorenherstellung sowie die CAR-T-Zellproduktion zu erleichtern und zu beschleunigen.

SLAMF7-CAR-T-Zellen haben sich in pra¨klinischen Versuchen als u¨beraus wirksam gegen Myelomzellen erwiesen. Die CARAMBA-Studie untersucht nun die Machbarkeit, Sicherheit und Antimyelomwirksamkeit von SLAMF7-CAR-T-Zellen, welche durch Sleeping-Beauty- Transposition hergestellt wurden.

 

2)  A nonviral, nonintegrating DNA nanovector platform for the safe, rapid, and persistent manufacture
of recombinant T cells

[Science Advances (2021)]

Matthias Bozza, Alice De Roia, Margareta P. Correia, Aileen Berger, Alexandra Tuch, Andreas Schmidt, Inka Zörnig, Dirk Jäger, Patrick Schmidt , Richard P. Harbottle

Bislang werden die adoptive T-Zellprodukte noch mit Hilfe von viralen Vektoren zur Transgen-Expression induziert, einem Verfahren, das, gerade im Bereich der GMP-gerechten Herstellung, zum einen sehr aufwändig und kostenintensiv ist und zum anderen das latente Risiko einer möglichen Genotoxizität durch unkontrollierbare Genomintegration in sich trägt. In dieser Arbeit haben wir neuartige DNA Vektoren minimaler Größe (nS/MARt) entwickelt, die eine effiziente Manipulation von T-Lymphozyten zur Anwendung in der adoptiven Immuntherapie erlauben. In einem iterativen Prozess haben wir einen DNA-Plasmid-Vektor designt, der keinerlei bakterielle Sequenzen enthält und sich über spezifische MAR-Elemente an die Matrixproteine des Nucleus anheften kann. Somit wird eine Replikation der Vektor-DNA während der Zellteilung sichergestellt, die zu einer stabilen Transgenexpression über mehrere Generationen führt. Mit Hilfe von nS/MARt haben wir ein neues Protokoll zur beschleunigten, semi-automatisierten Herstellung von CAR-T-Zellen in klinischem Maßstab erstellt. Während bisherige Herstellprozesse für eine CART-Dosis etwa 12 Tage in Anspruch nehmen, konnten wir eine infundierbare Dosis in 5 Tagen produzieren.

3) Predicting genotoxicity of viral vectors for stem cell gene therapy using gene expression-based machine learning

[Molecular Therapy (2021)]

Personen auf dem Bild: Axel Schambach, Steven Talbot, Adrian Schwarzer, Michael Rothe

Adrian Schwarzer, Steven R. Talbot, Anton Selich, Michael Morgan, Juliane W. Schott, Oliver Dittrich-Breiholz, Antonella L. Bastone, Bettina Weigel, Teng Cheong Ha, Violetta Dziadek, Rik Gijsbers, Adrian J. Thrasher, Frank JT. Staal, Hubert B. Gaspar, Ute Modlich, Axel Schambach, Michael Rothe

https://www.mhh.de/presse-news/mhh-neuer-test-soll-gentherapie-sicherer-machen

Die Gentherapie hämatopoetischer Stammzellen ist eine vielversprechende therapeutische Strategie für monogenetische Erkrankungen des Blutes und Immunsystems. Bei der Gentherapie werden virale Vektoren als „Gentaxis“ benutzt, um eine fehlerfreie Kopie des betreffenden Gens in das Genom einzuschleusen. Manche der benutzten Vektoren können nach der Integration des therapeutischen Gens ins Genom benachbarte Gene aktivieren. Handelt es sich dabei um Gene, die Krebs auslösen können (Onkogene), kann die Gentherapie mit diesen „genotoxischen“ Vektoren unter Umständen Leukämien auslösen. In unserer Arbeit zeigen wir, dass genotoxische Vektoren in hämatopoetischen Stammzellen der Maus eine einzigartige Genexpressionssignatur induzieren. Auf dieser Erkenntnis haben wir den Surrogate Assay for Genotoxicity Assessment (SAGA) entwickelt. SAGA erkennt diese Genexpressionssignatur mit Hilfe von maschinellem Lernen und kann retrovirale Vektoren damit in sichere und potentiell genotoxische Vektoren klassifizieren.  Wir zeigen, dass SAGA robuster, sensitiver und schneller ist als frühere Tests genotoxische Vektoren erkennt. Daher bietet unsere Arbeit ein wichtiges Instrument für die präklinische Risikobewertung von Gentherapievektoren.

Preisträger Q3, 2021

LATE–a novel sensitive cell-based assay for the study of CRISPR/Cas9-related long-term adverse treatment effects

[Molecular Therapy, Methods & Clinical Development]

Personen auf dem Bild von links nach rechts: Almut Uhde, Boris Fehse, Dawid Glow, Kristoffer Riecken

Mit CRISPR/Cas9 wurde das Genome editing in kürzester Zeit zu einem äußerst populären Werkzeug der Grundlagen- wie auch der angewandten Forschung. Seine breite Anwendung in der Gentherapie erfordert sensitive Analysen hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen, u.a. durch off-target Effekte. Während deren Häufigkeit und Lokalisation durch gängige NGS-Methoden erfasst werden, gibt es bisher wenige Daten zu möglichen physiologischen Langzeit-Konsequenzen. Wir haben einen Long-term Adverse Treatment Effect (LATE) in-vitro-Assay entwickelt, der die potentielle Toxizität von Designernukleasen anhand der Häufigkeit von Zelltransformationsereignissen, z.B. infolge von off-target-Schnitten in verschiedenen Tumorsuppressorgenen (z.B. TP53, p21, PLZF), analysiert. Der LATE-Assay funktioniert mit verschiedenen Zielzellen und erlaubt u.a. auch den direkten Nachweis einer geringeren off-target-Aktivität verbesserter ("high-fidelity“) Cas9-Moleküle. Zusammenfassend wurde in der vorliegenden Arbeit erstmals ein zellulärer Assay zur Analyse potentieller unerwünschter Nebenwirkungen der Anwendung des CRISPR/Cas Systems etabliert.